Ermutigung · Leben als Christ

Hineni, Herr!

Warten… gefühlt ist das die Position, in der ich mich gerade befinde. Es geht nicht vor, nicht zurück, weder rechts noch links. Ich lebe einfach. Und im Leben der letzten Wochen bin ich auf ein einzelnes, hebräisches Wort gestoßen, das mich fasziniert: Hineni! Hier bin ich!

Kombiniert mit ein paar Zeilen von John Wesley ist das grad mein tägliches Gebet: Hineni – hier bin ich Herr!

Ich harre der Dinge. Halte die Stille aus. Warte. Lasse mich auffüllen, mit Liebe, mit Kraft. Lasse den Geist Gottes meine Seele, meine Gefühle berühren. Höre auf zu plappern. Höre hin. Genieße den Frieden in mir, um mich herum. Hineni, Gott, hier bin ich.

Tue mir, nach deinem Willen. Nicht nach meinem.

Wie häufig beten wir das, und wie häufig meinen wir es wirklich ernst?

DEIN nicht mein Wille geschehe.

Wie häufig stürze ich mich in Aktivitäten – renne los – obwohl von nirgendwo ein „Go“ ertönt?

Ich will es wirklich ernst meinen: stelle mich beiseite, oder gebrauche mich. Dein, nicht mein Wille geschehe.

Mein Ego muss schrumpfen. Mein Wert in IHM muss wachsen.

Hineni, Gott. Hier bin ich!

In der Stille vor Gott – dort wächst und schrumpft mein Ego gleichermaßen. Ich spüre: ich bin geliebt. Ich bin wertvoll.

Willst du mit mir dieses einfache Gebet sprechen? Mach es dir gemütlich, halte inne, schließe die Augen und hauche ein leises:

Hineni!

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